... wie alles begann

 

Frau Gertrud Vogt

 

Frau Irene Ebert

freundlich genehmigte die Veröffentlichungen: Sonja Kohr und Ursula Segler

 

Gertrud Vogt und Irene Ebert lernten sich in der Parkinson-Fachklinik in Wolfach kennen. Beide wollten gerne einer Gruppe von Menschen mit der gleichen Erkrankung angehören. Im Landkreis Schwäbisch Hall - flächenmäßig ein sehr großer Landkreis - war die nächste Gruppe in Schwäbisch Hall.

Diese Entfernung war auf Dauer zu groß - daher reifte der Entschluß eine eigene Gruppe zu gründen. Diese Entscheidung wurde von Frau Gislind Morell - Landesvorsitzende von Baden-Württemberg - unterstützt.

Im Mai 1991 wandten sich beide an die Diakonische Bezirksstelle - eine Einrichtung des Kirchenbezirks Crailsheim - und baten um organisatorische Hilfestellung.

Die ersten Treffen fanden in Crailsheim statt. Da im Laufe des Jahres die Räumlichkeiten zu klein wurden wandte sich Frau Vogt aus Rot am See an den dortigen Bürgermeister Setzer. Dieser stellte das neu erbaute Bürgerhaus zur Verfügung. Im Jahre 1993 erhielt die Gruppe von der Deutschen Parkinson Vereinigung in Neuss den Status einer Regionalgruppe.

Im Jahre 2023 feiert die Regionalgruppe ihr 30-jähriges Bestehen.

Ein Gedicht von Gertrud Vogt

 

Die Parkinson-Krankheit

 

Die Parkinson-Krankheit schleicht heimlich sich ein,

sie befällt wahllos die Menschen, macht selbst die Großen klein.

Eine Alterskrankheit - wie früher - ist sie leider nicht mehr,

denn sie fällt auch schon über Jüngere her.

Erfährt man vom Arzt ein Parkinson-Patient zu sein,

hat man das Gefühl, jetzt fällt der Himmel ein.

Doch dieses Gefühl muß man schnell bekämpfen,

und die Angst die aufsteigen will, dämpfen.

Zwar sind die Begleiterscheinungen nicht schön,

man zittert, wird steif, kann nicht mehr richtig gehen.

Nun heißt die Parole: in Kampfstellung gehen,

und den Tatsachen ins Auge sehn.

Drei Dinge sind wichtig in dieser Situation

sagte mir vor Jahren ein Facharzt schon:

1. müssen wir die Krankheit annehmen und nicht fragen warum?

denn es gibt auf diese Frage keine Erwiderung.

 

2. soll man sich zu der Krankheit bekennen

und all ihre Schikanen, ich will sie hier nicht alle nennen.

und

3. sag ich wie man es hat mir gesagt:

Sie müssen kämpfen, kämpfen, kämpfen

und   w i e   habe ich gefragt?

 

Zu den vielen Medikamenten, die wir nehmen ein,

brauchen wir täglich Gymnastik, um länger beweglich zu sein.

Zu dem Rat den ich noch habe muß ich vorweg nehmen,

wir brauchen uns nicht wegen unserer Krankheit schämen.

Es kann ja keiner dafür, der muß sie ertragen,

nicht hinhören, wenn Unverständige etwas Dummes sagen.

Aber ja nicht zurückziehen in die Einsamkeit,

denn es sind viele unserer Mitmenschen zum helfen bereit.

Und unsere Selbsthilfegruppe - ich sprech gern darüber -

denn, weß' des Herz voll ist, deß' geht der Mund über.

Wir finden dort Verständnis, Ratschläge und Freunde in der Not,

und brauchen da nicht tausend auf ein Lot.

 

 

 

freundlich genehmigte die Veröffentlichung: Alfred Vogt

 

 

 

 

 

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